Freepics
02. September 2009

Junge Domina

Woher ich meine dominante Veranlagung habe? Keine Ahnung. Das ist eine Frage, die ich mir früher oft gestellt habe. Aber seit ich mit 18 dann endlich zum BDSM Stammtisch in unserer Stadt durfte, wo es auch eine Gruppe junger Sadomasos gibt, alles Teens wie ich, habe ich erfahren, dass zwar manche sich eine schöne Theorie zurechtgelegt haben, wie sie zu SM gekommen sind, dass aber diese Erklärungsversuche den Nachteil aller Theorien haben – sie haben mehr Löcher als echte Erklärungen.

Man ist einfach so. Man ist einfach dominant oder eben auch devot oder nichts von beidem; so sehe ich das.

Wenn man es denn aber mal mit einer Erklärung versuchen will, dann könnte bei mir die greifen, dass ich als einziges Mädchen mitten zwischen drei Brüdern groß geworden bin und so schon früh lernen musste, mich meiner Haut zu wehren und energisch zu werden, wenn ich meinen Willen durchsetzen wollte.

In der Liebe kam das allerdings gar nicht gut an. Die ersten Freunde, die ich so hatte, waren überhaupt nicht begeistert davon, dass ich ihnen ganz direkt und klar gesagt habe, wie ich es gerne mag.

Dabei war es keineswegs so, dass ich nur egoistisch gewesen wäre; ich dachte schon auch daran, was ihnen gefallen könnte, aber ich wollte eben auch selbst was davon haben. Das hat ihr wackeliges Ego wohl nicht verkraftet …

Ich habe halt auch den Fehler gemacht, dass ich zunächst nicht so direkt eine SM Beziehung gesucht habe. Ich war mir zwar darüber im Klaren, dass ich dominant war, aber ich dachte, das kann man einfach irgendwie so in eine „normale“ Beziehung einbauen. Ja, Pustekuchen – Essig war’s.

Beim SM Stammtisch, wo ich ja dann unter „Gleichgesinnten“ war, wie man das so schön nennt, habe ich mich sehr wohl gefühlt, aber eine Beziehung hat sich dort nicht ergeben. Die meisten Jungs waren zu alt für mich, oder selbst dominant, oder sie gefielen mir schlichtweg nicht. Auch die SM Erotik baut auf Verliebtsein auf. Man muss den anderen schon erotisch finden, sonst kann man ihn nicht quälen …

Von daher habe ich im Wesentlichen in meinen erotischen Fantasien gelebt. Bis mich dann an einem Wochenende der Leiter des Stammtisches, seines Zeichens ein Dom, und das nahm man ihm auch sofort ab, wenn man ihn erlebt hat, denn er trat wirklich auch sehr souverän und bestimmend auf, mal an einem Wochenende zu sich eingeladen hat.

Ich habe mir nichts dabei gedacht, außer dass es ein Freundschaftsbesuch werden sollte, und war sofort mit dabei. Auch wenn meine Eltern, die vage Bescheid wussten über diesen „speziellen Kreis“, wie meine Mutter ihn nannte, natürlich entsetzt waren und mich beinahe nicht hätten gehen lassen.

An sich hatte ich damit gerechnet, bei dem Besuch nur diesen Dom und seine Frau anzutreffen; aber da war noch ein anderes Pärchen; Gisela und Markus hießen die. Etwas älter als ich, aber richtig klasse. Ich fand beide sehr nett.

So hatte ich auch nichts dagegen, als Gisela mich nach dem Abendessen mit auf das Gästezimmer der beiden nahm – und mir dann ein paar ihrer Domina Outfits vorführte. Leder, Lack, Latex, Nylons, Brokat, Seide – da war wirklich alles vertreten. Sie hatte offensichtlich den halben Kleiderschrank mitgeschleppt.

Die Sachen gefielen mir total gut. Es kribbelte mir richtig in den Fingern, als ich das alles sah. Ich selbst besaß damals kaum etwas von dem, was man sich unter Domina Kleidung vorstellt; ich hätte ja alles vom Taschengeld kaufen müssen, und die Sachen sind nun einmal ziemlich teuer.

Deshalb hatte ich auch nichts dagegen, das eine oder andere mal anzuprobieren; Gisela und ich, wir hatten eine ähnliche Figur, auch wenn sie schon Anfang 30 und eine richtig erfahrene dominante Lady war.

Als ich in einem hautengen Latexkleid steckte, das mir wie angegossen passte und bei der etwas fülligeren Gisela schon eher wie eine Wurstpelle aussah, beschloss sie auf einmal, ich müsse es anlassen und mit nach unten kommen.

Dort fand ich keineswegs die erwartete Plauderrunde vor, die ich erwartet hatte; sondern die anderen hatten einfach angefangen zu spielen. Unser Gastgeber wurde ohne Mühe mit seiner devoten Frau und mit Markus fertig; die beide schon gefesselt waren¸ seine Frau mit dem Gesicht zum Zimmer an eine Art Kreuz, und Markus mit dem Rücken nach oben auf einer halben Liege, auf der sein Oberkörper auflag.

Nacheinander hielten die beiden mir sozusagen einen Vortrag darüber, was man so alles mit einer derart gefesselten devoten Person anstellen könne. Ich habe ganz große Augen gemacht, denn das Meiste davon wusste ich gar nicht, auch wenn ich mir im Laufe der Zeit schon Einiges angelesen hatte.

Ja, und dann bugsierte mich Gisela auf einmal hinter den nackten Rücken und Hintern des gefesselten Markus und drückte mir eine Reitgerte in die Hand. „Mein Sklave hat dich vorhin ziemlich lüstern angesehen“, meinte sie; was mir, das musste ich zugeben, ebenfalls aufgefallen war. „Ich glaube, du solltest ihn dafür bestrafen. Ich denke mal, mindestens 20 Hiebe hat er dafür verdient.“

Ganz kurz kam ich mir vor wie in ein schlechtes Theaterstück geraten und war wahnsinnig unsicher und verlegen. Aber dann kamen das erotische Gefühl, in einem Latexkleid zu stecken, sowie die nicht gerade geringe Erregung angesichts der ledernen Reitgerte in meiner Hand und des nackten Hinterns von Markus vor mir zusammen; davon hatte ich ja nun schon so oft geträumt!.

Ich musste mich gar nicht großartig überwinden, das erste Mal direkt auf seine weißen Pobacken zu schlagen.

Die zuckten und wippten, als die lederne Spitze mit dem Bändchen dran sie traf, außerdem kam Markus‘ Kopf hoch und er stöhnte auf. Ich hatte mich bei dem Schlag nicht gerade lumpen lassen. Eine dünne rote Linie erschien auf seinem Hintern.

Ich ließ sofort einen zweiten Schlag folgen. Diesmal waren all meine Sinne weit geöffnet. Ich glaubte, sogar Markus‘ Angstschweiß spüren zu können. Ich hörte das Zischen der Gerte, bevor sie mit einem etwas dumpferen Geräusch auf nacktes Fleisch traf, ich hörte Markus‘ schmerzerfülltes Stöhnen, ich sah seine Muskeln zucken und seinen Kopf hoch schnellen, und ich sah eine zweite dünne rote Linie auf dem weißen Fleisch.

Mich durchfuhr eine derart rasende Lust, wie ich sie vorher noch nie erlebt hatte; weder beim Selbstbefriedigen noch bei meinen Stino-Partnern. Ich vergaß sogar ganz, die Schläge zu zählen, und Gisela ließ mich einfach machen. Es waren weit, weit mehr als nur 20, da bin ich sicher. Erst als Markus‘ Hintern über und über gerötet war, fasste sie meinen Arm und schlug vor, mal eine Pause zu machen. Während der sie mich in die Geheimnisse der Klemmen und Klammern einführte …

Und so ging es diesen Abend und am nächsten auch noch mal, während tagsüber ganz normales Besuchsprogramm angesagt war, quatschen und kochen und spazieren gehen und so etwas.

Am Ende schenkte mir Gisela sogar noch ein paar ihrer Sachen, von denen sie behauptete, sie hätte sich inzwischen an ihnen satt gesehen oder sie würden ihr ohnehin nicht mehr passen; unter anderen das Latex Kleid. Was ich etwas verlegen, aber doch, und zwar sehr begeistert, angenommen habe.

Tja, und so wurde dieser Besuch sozusagen eine Art Workshop für den weiblichen dominanten Nachwuchs; und ich wurde an diesem Wochenende zur Jungdomina. Die anschließend auch keinerlei Probleme hatte, weitere Sklaven zu finden. Schließlich wusste ich ja endlich, wo ich suchen musste; ganz ausdrücklich bei den SM Erotikkontakten im Internet. Gisela hatte mir zum Abschluss auch noch ein paar Internetseiten genannt, auf denen ich seitdem unterwegs bin.

Dieses Wochenende war meine erste wirklich sadomasochistische Erfahrung, und gleichzeitig meine Reifeprüfung als junge Domina …